Psychotherapeutisches Angebot

  • Diagnostische Einschätzung und Psychoedukation
  • Psychologische Beratung (u.a. lösungsorientiert, Alltagsbewältigung)
  • Traumabehandlung
  • Krisenintervention
  • Psychologische Stellungnahmen (frühestens nach 5 Sitzungen)
  • Gruppenpsychotherapie

Anmeldung

 

Wenn Sie bei sich oder einem Klienten psychologischen Gesprächsbedarf festgestellt haben, können Sie:

 

  • uns anrufen unter 03834-2311 269 oder

 

Bitte teilen Sie uns außerdem nach Möglichkeit mit: Alter, Geschlecht, Herkunftsland, Sprachen (DolmetscherIn Bedarf), zuständiges Ausländeramt und Aufenthaltsstatus.

 

Seit Anfang 2018 wird dann grundsätzlich zunächst ein psychosoziales Clearinggespräch (Erstgespräch) vereinbart, um den Bedarf und die Dringlichkeit festzustellen. Die Anmeldung für ein Erstgespräh findet vor Ort ohne vorheriger Terminvereinbarung Di.: 10:00-11:00 Uhr und Do.: 15:00-16:00 Uhr statt. In dieser Zeit wird ein Termin für ein Erstgespräch vergeben. Die Erstgespräche finden meistens Di.: 11:00-13:00 Uhr und Do. 9:00-12:00 Uhr statt.
Wartezeit nach dem Erstgespräch auf die Therapie beträgt in der Regel 4 – 8 Wochen. Wenn sehr viele Anfragen eingehen, kann es auch länger dauern.

 

Kriterien

 

Vorrang haben diejenigen Flüchtlinge, die in der therapeutischen Regelversorgung besonders schlechte Chancen auf eine gute Behandlung haben. Dies orientiert sich an den Kriterien:

  • Versicherungsstatus - Eine Psychotherapie über das Sozialamt finanziert zu bekommen, stellt für niedergelassene PsychotherapeutInnen oft einen langwierigen mühsamen Prozess da
  • Sprachkenntnisse - wenn Dolmetschereinsatz oder die Arbeit in einer Fremdsprache notwendig ist, sinken die Chancen, auf einen Therapieplatz in der Regelversorgung
  • formale Bildung - kann ein Kriterium sein, denn der Grad der formalen Bildung kann ein Anhaltspunkt dafür sein, ob jemand bei einem transkulturell nicht eigens qualifizierten Therapeuten in der Lage sein wird, von dem ungewohnten Setting Therapie zu profitieren
  • Störungsbild - je komplexer das Störungsbild ist, desto schwieriger kann die Behandlung werden und sie erfordert deshalb speziell qualifizierte und erfahrene TherapeutInnen
  • Verantwortung für andere - wenn jemand, der noch für andere, z.B. Familienmitglieder, verantwortlich ist, wieder mehr Handlungsfähigkeit gewinnt, multipliziert sich der Effekt der Therapie.
  • Fehlen anderweitiger Unterstützung – wer von Profis bereits gut betreut wird, hat größere Chancen, auch bei der Suche nach einem Therapieplatz unterstützt zu werden, als jemand, der noch keinen Zugang zum Hilfssystem für Flüchtlinge gefunden hat